Der IT-Fachkräftemangel, der sich im letzten Jahrzehnt stetig verschärft hat, entwickelt sich für viele Unternehmen zu einer ausgewachsenen Krise. Zwar waren viele auf den Austritt der Babyboomer aus dem Berufsleben vorbereitet, doch zwei Folgen der Pandemie hatten sie nicht vorhergesehen: Die große Kündigungswelle in Verbindung mit dem starken Arbeitsmarkt hat sie schwer getroffen.
Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die Fähigkeit von Unternehmen, Kerntechnologien wie Mainframes zu verwalten, die für den Technologie-Stack jedes Unternehmens unerlässlich sind, aber für die neue Generation von IT-Fachkräften der Generationen Y und Z nicht die Attraktivität anderer Technologien wie Programmierung, Softwareentwicklung und Datenwissenschaft besitzen.
Diese jüngeren Generationen denken oft, dass Mainframes nicht mehr relevant sind, dabei ist diese Technologie in Wirklichkeit immer noch das Rückgrat für die Verarbeitung großer Datenmengen in vielen Unternehmen und Branchen, in denen Sicherheit ein Wettbewerbsvorteil ist.
Angesichts des Fachkräftemangels im IT-Bereich stellt sich die Frage: Wie können Unternehmen Mainframe-Experten gewinnen? Der aktuelle Markt zwingt Unternehmen dazu, die richtigen Botschaften an die richtigen Personen zu kommunizieren und die besten Modernisierungswerkzeuge für Mainframes bereitzustellen, um ein optimales Mainframe-Erlebnis zu gewährleisten.
Hier sind drei Tipps, mit denen Unternehmen die Chancen im Mainframe-Bereich hervorheben können.
Erfahrung lässt sich nicht ersetzen, und Führungskräfte, die dies versuchen, werden nur enttäuscht sein. Um neue Talente zu finden, müssen Unternehmen ihren Kandidatenpool erweitern. Auch wenn diese Nachwuchskräfte vielleicht noch nicht alle erforderlichen Fähigkeiten besitzen, haben sie mit der richtigen Unterstützung das Potenzial, Ihrem Unternehmen einen enormen Mehrwert zu bieten.
Eine Möglichkeit, den Kandidatenpool zu erweitern, besteht darin, Menschen anzusprechen, die ihren Karriereweg oder ihre Branche wechseln möchten. Angesichts der anhaltenden Kündigungswelle müssen Unternehmen erkennen, dass eine wachsende Gruppe von Fachkräften nach einer Veränderung sucht und die Kandidaten finden, die ihrem Unternehmen am meisten nützen – unabhängig von ihrem IT-Hintergrund. Passen diese Fachkräfte kulturell gut ins Team, sind sie ideale Kandidaten für Umschulungen und Weiterbildungen.
Ein weiterer Aspekt: Ein Ausbildungsprogramm, das die Fachkompetenz der Mitarbeiter von Grund auf aufbaut und ihnen durch gezielte Schulungen zum Erfolg verhilft. Am Ende des Programms können Arbeitgeber entscheiden, ob sie eine Festanstellung anbieten möchten.
Unternehmen wissen, dass die Personalbeschaffung Investitionen erfordert und ihre Mitarbeiter ihr größtes Kapital sind. Ein erster Schritt zur Schließung der Mainframe-Fachlücke ist das Bildungssystem. Leider bieten viele Hochschulen keine Mainframe-Ausbildung an; Unternehmen sollten sich daher bei den Bildungseinrichtungen dafür einsetzen, dass diese Kompetenzen in ihre Lehrpläne aufgenommen werden, beispielsweise durch COBOL Kurse.
Sobald die Kandidaten ihren Abschluss gemacht haben (idealerweise mit grundlegenden Mainframe-Kenntnissen), müssen Unternehmen ihnen zielgruppengerechte Botschaften vermitteln. Diese sollten verdeutlichen, warum der Mainframe eine spannende Technologie mit leistungsstarken, geschäftskritischen Funktionen ist und gleichzeitig die Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen. Da viele Fachkräfte in der Branche in den Ruhestand gehen, bietet sich die Chance, schnell Verantwortung zu übernehmen und einen wertvollen Beitrag zu leisten, was zu Arbeitsplatzsicherheit und guter Vergütung führt. Die Mainframe-Technologie und ihr strategischer Wert für das Unternehmen sollten daher besonders hervorgehoben werden.
Mitarbeiterfluktuation verursacht hohe Kosten. Deshalb ist es wichtig, das Arbeitsumfeld für die nächste Generation von Mainframe-Experten optimal zu gestalten, um die Mitarbeiterbindung zu erhöhen. Dazu gehören angemessene Schulungen, Unterstützung und attraktive Zusatzleistungen, die Mitarbeiter zum Verbleib im Unternehmen motivieren. Bieten Sie außerdem die Flexibilität, die viele junge Fachkräfte erwarten, wie beispielsweise die Möglichkeit, im Homeoffice oder außerhalb der üblichen Arbeitszeiten zu arbeiten.
Mainframe-Manager sollten sich bewusst sein, dass diese Fachkräfte mit digitalen Technologien aufgewachsen sind und neue Erwartungen an deren Nutzung haben. Herkömmliche Mainframe-Oberflächen mit schlechter Benutzerführung könnten sie abschrecken. Unternehmen müssen ihre Tools modernisieren und benutzerfreundliche grafische Oberflächen einführen – so können auch unerfahrene Mitarbeiter den Mainframe-Betrieb problemlos gewährleisten.
Die Schließung der Fachkräftelücke im Bereich Mainframe ist unerlässlich, um den Betrieb dieser geschäftskritischen Technologien aufrechtzuerhalten. Da Mainframes weiterhin branchenübergreifend Unternehmen unterstützen, werden diejenigen Organisationen erfolgreich sein, die in die besten Werkzeuge und die besten Talente investieren.
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